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„Das neue Herzstück von Rosenberg“
Festredner lobten bei der offiziellen Einweihung am Sonntag den Rathausneubau – Viel Prominenz beim Rosenberger Feiertag
Rosenberg. (joc) Ein großer Feiertag war der gestrige Sonntag für Rosenberg, denn man konnte im Beisein vieler Ehrengäste und zahlreicher interessierter Bürger das neue Rathaus und den ansprechenden Vorplatz im Rahmen eines stimmungsvollen Fests offiziell und gut gelaunt seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche Festredner lobten das schmucke neue Rathaus ausdrücklich: Europa-Abgeordneter Dr. Thomas Ulmer nannte es „architektonisch herausragend“, MdL Georg Nelius „fortschrittlich“ und Landrat Dr. Achim Brötel „das neue Herzstück von Rosenberg“.
Der große Tag für Rosenberg wurde auch durch die Präsenz von viel Prominenz dokumentiert. Am Festakt zur Rathauseinweihung nahmen u.a. teil: Ernährungsminister Peter Hauk, die Landtagsabgeordneten Georg Nelius und Kurt Segner, Regierungspräsident Dr. Kühner, Landrat Dr. Achim Brötel, alle RIO-Bürgermeister und Rosenbergs Alt-Bürgermeister Arno Hagenbuch.
In seiner Festansprache betonte Bürgermeister Gerhard Baar die Bedeutung dieses Tages für seine Gemeinde, denn es komme nicht so oft vor, dass ein neues Rathaus gebaut wird. In Rosenberg werde dieses außergewöhnliche Ereignis noch zusätzlich dadurch aufgewertet, dass man neben dem Bau eines einzelnen Gebäudes auch noch die komplette Neugestaltung eines ganzen Dorfmittelpunkts vorgenommen habe. Die außergewöhnliche Bedeutung dieses Projekts für die Gemeinde Rosenberg spiegle sich zudem auch in den Baukosten von 1,8 Millionen Euro wider.
Das Vorhaben habe begonnen mit der Erkenntnis, dass seit Jahren gravierende Baumängel am Rathaus bestünden, dass Verwaltung und Gemeindearchiv unzulängliche Räumlichkeiten hätten und, dass behinderten Menschen der Zugang zu Dienstleistungen so nur unter Erschwernis möglich war. Das heute deutlich sichtbare Ergebnis langer Bemühungen bestätige die damalige Entscheidung in vollem Umfang, betonte Baar.
Am 18. Mai 2004 wurde das Büro Ecker Architekten, Buchen, mit der Neubauplanung beauftragt. Das Büro habe – in Person von Architektin Dea Ecker und Bob Piotrowski – das in sie gesetzte Vertrauen des Gemeinderats vollauf gerechtfertigt, unterstrich der Bürgermeister. Das Büro habe sich als sehr leistungsfähig, absolut kompetent und sehr bauherrenorientiert und kostenbewusst erwiesen. Am Sonntag bedankte sich der Bürgermeister bei allen Planern und Fachplanern sowie bei allen am Bau beteiligten Firmen für die geleistete gute Arbeit.
Zur Finanzierung merkten Minister Hauk, Regierungspräsident Dr. Kühner und der Bürgermeister an, dass von den Gesamtkosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro 1,2 Millionen vom Verteilerausschuss des Regierungspräsidiums bewilligt wurden. Neben diesem Ausgleichsstockzuschuss würden noch aus dem Landessanierungsprogramm 160.000 Euro an Fördermitteln gewährt.
Lobend äußerte sich Bürgermeister Baar auch über den neuen Platz mit Ortsmittelpunktfunktion: „Auch diese Neugestaltung wird nachhaltig wirken und die Gemeinde nach außen als moderne, liebens- und lebenswerte Gemeinde repräsentieren.“
Nach der Weihe des Rathauses durch Dekan Krauth und Pfarrer Dr. Stefan Rencsik freute sich Architektin Dea Ecker, dass die Fertigstellung nach knapp zwei Jahren Bauzeit realisiert werden konnte. Auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern sei ein modernes Dienstleistungszentrum entstanden, das attraktive Arbeitsplätze und einen repräsentativen Bürgersaal biete. Dank sagte die Architektin den am Bau beteiligten 42 Handwerksbetrieben und Lieferfirmen.
Den Reigen der Grußworte eröffnete Europaabgeordneter Dr. Thomas Ulmer, der den Rathausneubau als gelungen und architektonisch hervorragend bezeichnete. Der neue Vorplatz sei der Mittelpunkt einer lebendigen Gemeinde.
Für Minister Peter Hauk war das Rathaus als räumlicher und geistiger Mittelpunkt auch der Ort, der wie kein anderer für gemeindliche Identität stehe.
MdL Georg Nelius erinnerte an den Wahlspruch „Wer vom Rathaus kommt, ist klüger“. Das gelte für Rosenberg allemal, wo zudem noch ein sehr ansprechendes neu entstanden sei. Das sei – im Vergleich zu den vorher auf zwei Orte verteilten Rathaus – ein klarer Fortschritt.
Auch Regierungspräsident Dr. Kühner gratulierte zum gelungenen Neubau und betonte: „Das Geld ist gut angelegt“.
Landrat Dr. Brötel unterstrich, dass schon die namhaften Gäste belegen würden, dass heute etwas ganz Besonderes stattfinde. Und dem sei auch so, denn Rathaus und Vorplatz bilden künftig das neue Herzstück Rosenbergs. Das neue Rathaus setze städtebauliche Akzente. Und in Anspielung an das deutsche EM-Auftaktspiel am Abend betonte Dr. Brötel: „Egal wie es heute ausgeht, Rosenberg hat auf jeden Fall gewonnen!“
Danach überreichte der Bürgermeister einen symbolischen Scheck an Bürgermeister-Stellvertreter Gerd Gräupl in Höhe von 2<TH>179 Euro. Das Geld stammt aus den Reisekostenaufwendungen von mehreren Jahren, die der Bürgermeister für die Ausstattung des Bürgersaals mit Stühlen spendete.
Zum Schluss wagte der Bürgermeister noch einen Blick voraus: „Im Namen des Gemeinderats und auch persönlich ist es mein Wunsch, dass dieses neue Rathaus für Generationen den Menschen in unserer Gemeinde dienen möge, denn dafür wurde es gebaut. Mögen Bürgerschaft und Vereine den neuen, größeren Rathausplatz in Besitz nehmen – und mit all ihrer Phantasie die Möglichkeiten ergreifen, die der neue Platz bietet. Und mögen im neuen Bürgersaal Generationen von Ratsgremien künftiger Legislaturperioden gute und weise Entscheidungen zum Wohle der Bürger unserer Gemeinde treffen.“
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